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Für Kleinstkinder gegen Kirchturmdenken

Betreuung für 0- bis 3-Jährige wird weiter verbessert

Kinderbetreuung wird verbessert 
Kinderbetreuung wird verbessertKinderbetreuung wird verbessert
 

Als Umlandgemeinde von Graz wächst Hitzendorf ständig – und damit auch der Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen. Weil die örtliche Kinderkrippe voll ist und alle ansässigen Tagesmütter ausgebucht sind, greift die Gemeinde nun zu ungewöhnlichen Maßnahmen: Einstimmig wurde die Förderung von Kinderbetreuungsplätzen beschlossen, die AUSSERHALB der Gemeinde liegen.

 

Mehr als 7.000 Einwohner zählt Hitzendorf, jedes Jahr erblicken hier 80 Babys das Licht der Welt. Dementsprechend groß ist auch der Bedarf an Betreuungsplätzen für Klein(st)kinder. Erst vor drei Jahren hat die Gemeinde eine nagelneue Kinderkrippe in Attendorf errichtet, die beiden Kindergärten wurden auf acht (!) Gruppen ausgebaut. Und dennoch sind die Betreuungseinrichtungen schon wieder zu klein: Allein in der Kinderkrippe Attendorf mussten für heuer zehn Kleinstkinder aus Platzmangel abgewiesen werden, was für Unmut bei vielen Eltern sorgte.

 
Rund 100.000 Euro für Kleinstkinder

Obwohl laut Gesetz die Kommunen eigentlich nur verpflichtet sind, für Fünfjährige einen Betreuungsplatz bereitzustellen, hat der Hitzendorfer Gemeinderat sich des Problems angenommen und eine höchst ungewöhnliche Lösung beschlossen: Für das Betreuungsjahr 2019/2020 stellt die Gemeinde Finanzmittel in Höhe von rund 100.000 Euro zur Verfügung, damit junge Eltern ihre Kleinsten in Betreuungseinrichtungen außerhalb der Gemeinde unterbringen können.

Zwischen 610 und 915 Euro monatlich beträgt der sogenannte Kommunalanteil, den Hitzendorf nun pro Kind an den Betreiber beisteuert und damit den Besuch von Kinderkrippen außerhalb des Gemeindegebietes ermöglicht. Voraussetzung ist, dass die Eltern den Betreuungsbedarf nachweisen und einen freien Krippenplatz finden.

 
Ziel: Mehr Betreuung in der Gemeinde

Parallel dazu erarbeitet die Gemeinde gerade ein Förderungs- und Anreizmodell für Tagesmütter, die ihre Dienste verstärkt in Hitzendorf anbieten sollen. Denn, so zeigt man sich in Hitzendorf überzeugt: „Wir wollen, dass die Kleinen möglichst nah am eigenen Wohnsitz betreut werden, denn ein Kinderbetreuungspendelverkehr ist wohl alles andere als nachhaltig.“ Interessierte Tagesmütter oder die es werden wollen, sollen sich bitte im Gemeindeamt melden.

 

 
Link:

http://hitzendorf.gv.at/cms/beitrag/10065227/899676/