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Gemeinde wird neu geordnet

Von der Tierhaltung bis zum Gewerbegrund

Erstentwuf des neuen Flächenwidmungsplanes wird vorbereitet 
Erstentwuf des neuen Flächenwidmungsplanes wird vorbereitetErstentwuf des neuen Flächenwidmungsplanes wird vorbereitet
 

Bei der laufenden Flächenwidmungsplan-Revision wird Hitzendorf neu gezeichnet: Am Ende eines rund zweijährigen Planungsprozesses steht die (Neu)Ordnung aller Flächen im rund 49,000.000 m2 großen Gemeindegebiet. Das hat Auswirkungen auf jede und jeden.

 

Klingt trocken, ist es aber nicht: Raumplanung ist das große ordnende Element in unserem Zusammenleben und gewinnt zunehmend an Bedeutung. Ob Lawinenschutz, Bauen im Überschwemmungsgebiet oder Parkzonen – alles eine Frage der Raumplanung, die zu einem Gutteil auch im Verantwortungsbereich der Gemeinden liegt.

Nach der Gemeindefusion 2015 erstellt Hitzendorf nun die ersten Pläne für die neue, größere Gemeinde. Verantwortlich zeichnet dafür der Raumordnungsausschuss unter der Leitung von GR Daniel Possert, unterstützt vom erfahrenen Raumplaner DI Stefan Battyan. Zwei große Pläne stehen dabei an: Zum einen das ÖEK, Abkürzung für „Örtliches Entwicklungskonzept“, das ganze Bereiche im Ort definiert und beispielsweise Grüngürtel, Verkehrszonen oder Wohngebiete festlegt.

Zum anderen der sogenannte FläWi, kurz für Flächenwidmungsplan, der sich mit jeder ausgewiesenen Fläche im Gemeindegebiet und deren Nutzung befasst. Hier geht es um die Ausweisung von Bauland, landwirtschaftlichen Flächen oder Gewerbegrundstücken.

 
System und Begehrlichkeiten

Für den Erstentwurf des FläWi sind nun insgesamt rund 100 Planungswünsche eingebracht worden, die vom Raumplaner in Zusammenarbeit mit dem Raumordnungsausschuss und dem Bauamtsleiter Herbert Roll in den nächsten Monaten zu prüfen sind. Im Mittelpunkt dabei: Wünsche der Eigentümer nach Umwidmungen & Co., die bis zum Sommer einzubringen waren.

 
Von der Pike auf

Parallel zu diesem „Wunschkonzert“ hat der Raumplaner auch noch eine ganze Reihe von „Hausaufgaben“ zu erledigen, damit das neu zu schaffende ÖEK und der FläWi auch tatsächlich Bestand haben, konkret:

  • Digitalisierung aller alten Pläne der ehemaligen drei Gemeinden Attendorf, Hitzendorf und Rohrbach-Steinberg, Zusammenführung zu einem Planwerk
  • Erfassung aller Tierhaltungsbetriebe im Gemeindegebiet
  • Bestandsaufnahmen und Begehungen vor Ort durch den Raumplaner
  • Erhebung von noch nicht konsumiertem Bauland 
 
Langfristiger Prozess
Die anstehende Revision ist in ihrer Gültigkeit auf (zumindest) zehn Jahre angelegt, deshalb will die Planung durchdacht und vorausschauend erfolgen. Das Gestaltungsteam hat deshalb den Winter zur heißen Phase erkoren und wird bis zum Frühling 2017 den Erstentwurf des ÖEK und des neuen Flächenwidmungsplans vorlegen. Und weil diese Grundlage beinahe alle berührt, wird er öffentlich bei einer Bürgerversammlung vorgestellt.
 
Link:

http://hitzendorf.gv.at/cms/beitrag/10054504/3363/