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Zusammenlegung ist perfekt

Fusion der drei Gemeinden auf Schiene

 

Die Gemeindefusion stellt nicht nur die Politik, sondern auch die Verwaltung vor große Herausforderungen. Nach Abschluss der Fusionsgespräche, die sich über fünf Monate erstreckt haben, steht nun die Umsetzung der wichtigsten Beschlüsse an.

Bei der Fusion müssen zuallererst die unterschiedlichen Datenbestände der bisher getrennten Gemeinden zusammengeführt werden. Für das Funktionieren der neuen Gemeinde ist vor allem ein korrekter, gemeinsamer Datenbestand die wichtigste Basis. Die unterschiedlichen EDV-Systeme und Software-Module müssen dazu vereinheitlicht werden, diese Arbeitsschritte haben höchste Priorität. Andernfalls besteht die Gefahr, dass der Gemeinde wirtschaftlicher Schaden entsteht und auch die Wählerverzeichnisse zur kommenden Gemeinderatswahl nicht zeitgerecht erstellt werden können.

Ein erster Knackpunkt fürs Funktionieren der neuen Gemeinde ist auch die Vorschreibung der Gebühren und Abgaben. Die Vorschreibung für das erste Quartal steht eigentlich Mitte Februar 2015 an. Schon jetzt ist klar, dass dieser Termin in Attendorf und Rohrbach-Steinberg nicht zu halten ist, auch die Vorschreibung für das 2. Quartal wird nicht im Mai ausgeschickt werden.

Warum? – Zum einen ist eine automatische Zusammenführung der EDV-Systeme, die ja die Grundlage für Berechnung und Versand bilden, technisch nicht möglich. Dementsprechend müssen alle Abgabenkonten der Bürgerinnen und Bürger aus Attendorf und Rohrbach-Steinberg nun händisch in die Hitzendorfer EDV eingegeben werden. Zum anderen konnte man sich bei den Fusionsgesprächen nicht auf die rasche Vereinheitlichung der Kanal- und Müllgebühren einigen und hat diese Aufgabe an den neuen Gemeinderat delegiert. Dieser wird aber frühestens im Juni 2015 entscheidungsfähig sein ...

Das bedeutet, dass in Attendorf und Rohrbach-Steinberg die erste Vorschreibung der Müll- und Kanalgebühren, aber auch der Grundsteuer, erst im August 2015 erfolgen kann – in welcher Höhe, wird sich weisen. Die BürgerInnen in Attendorf und Rohrbach- Steinberg werden daher schon jetzt ersucht, die bisherigen Quartalsbeiträge beiseite zu legen, denn spätestens Mitte August werden die ersten drei Quartale auf einmal vorgeschrieben.

In den kommenden Tagen und Wochen muss die Gemeinde auch die Buchhaltung und Finanzgebarung auf die Reihe bekommen. Fest steht nun, dass sowohl Attendorf als auch Rohrbach-Steinberg mit einer Schuldenlast nach Hitzendorf kommen, die mittelfristig zu tilgen ist. Hier gilt es, Einsparungspotenziale zu finden und Doppelgleisigkeiten zu vermeiden: So sollen beispielsweise schon demnächst die wichtigsten Lieferverträge, z. B. für Strom, neu abgeschlossen werden.

Eine wichtige Aufgabe für die Zukunft ist das Gebäude-Management: Bei einigen gemeindeeigenen Gebäuden und Liegenschaften ist die Nachnutzung noch nicht geklärt. Hier gilt es, vernünftige Konzepte zu entwickeln und die Gebäude im Sinne der BürgerInnen nachhaltig zu nutzen. Die entsprechenden Entscheidungen trifft jedenfalls der neue Gemeinderat, der sich im April 2015 konstituieren soll. Alle derzeit kolportierten Lösungen sind also reine Spekulation!

Viele dieser wesentlichen Aufgaben übernimmt das Team im Marktgemeindeamt, das nun 17 Köpfe zählt. In vielen Bereichen sind aber in den nächsten Monaten die Regierungskommissärin und danach die Politik gefordert, entsprechende Vorgaben und Rahmenbedingungen zu beschließen. Dies gilt im Bereich der Gebühren und Abgaben ebenso wie bei den Förderungen, die schon bald harmonisiert werden sollen.

 
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