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Unwetter traf Hitzendorf

Bericht, Bilder, Rat und Hilfe

Landesstraße wurde zu riesigem Fluss! 
Landesstraße wurde zu riesigem Fluss!Landesstraße wurde zu riesigem Fluss!
 

Das in diesem Sommer bisher schwerste Unwetterereignis führte am 26. Juli 2005 zwischen 18.00 und 19.00 Uhr aufgrund der starken Regenfälle in Hitzendorf zu den schwersten großflächigen Überschwemmungen seit 26 Jahren.

Die Feuerwehren waren im Großeinsatz und vor allem damit beschäftigt Keller auszupumpen sowie vermurte Straßen und Wasserdurchläufe freizubekommen. Teile des Ortes standen völlig unter Wasser. Zahlreiche Geschäfte und Keller wurden überflutet. Die Landesstraße L 336 musste sogar gesperrt werden.

 
Verlauf und Ausmaß des Gewitters

Begonnen haben die Unwetter um ca. 17.20 Uhr in Frohnleiten. Das heftige Gewitter zog dann über Deutschfeistritz Richtung Thal bei Graz, Steinberg nach Hitzendorf und drehte Richtung Osten über Haselsdorf, Pirka, Unterpremstätten nach Vasoldsberg ab. Um 22.00 Uhr waren 30 Feuerwehren mit insgesamt 250 Einsatzkräften im Bezirk Graz-Umgebung mit freimachen von Verkehrswegen, Auspump- und Aufräumungsarbeiten beschäftigt.

In der Ortschaft Mayersdorf wurden 44 Stundenliter und in Oberberg 88 Stundenliter Niederschlag je m² gemessen. 88 Stundenliter entsprechen einer Menge von neun vollen Eimern Wasser, geschüttet auf eine Fläche von 1 x 1 Meter. Wenn der Boden die gefallenen Wassermassen nicht aufnehmen kann und dadurch sämtliche Bäche in kürzester Zeit über die Ufer treten, gibt es absolut keine Maßnahmen, die ein Versagen von Regenwasserkanälen, Wehranlagen oder den Rückstau von Kanalanlagen verhindern können - dem steht auch die Gemeinde völlig machtlos gegenüber. Es blieb nur die bestmögliche Unterstützung der Einsatzorganisationen und der betroffenen Bürgerinnen und Bürger.

 
Details aus Hitzendorf und Umgebung

Der starke Regenfall ließ die Nebenbäche der Marktgemeinde überlaufen und machte Straßen und Brücken unpassierbar. Der Oberbergbach, ansonst 1,5 Meter breit, wurde zum reißenden Fluss und riss sämtliches Treibgut mit sich. Die Kraft des Wassers war so stark, dass das Straßenbankett weggespült und so die Straße unterschwemmt wurde. Angrenzende Keller, Garagen, Abstellräume und Geschäfte wurden dadurch überflutet. Bei den Brücken, wo die reißenden Wassermassen aus den Ufern traten, entstanden Verklausungen.

Die Landesstraße L336 zwischen Hitzendorf und Rohrbach war über 50 cm hoch überflutet und knapp eine Stunde gesperrt. Selbst das Feuerwehrhaus war von der Überschwemmung betroffen. Die Bewohner der Ortsteile Oberberg, Niederberg, Hitzendorf und Mayersdorf waren am meisten betroffen. Die Wassermassen mit dem Treibgut  zerstörten Gartenanlagen, rissen Zäune und Sträucher nieder und beschädigten Hauszufahrts-Brücken. Tieferliegende Garagen- und Kellergeschosse waren bis zur Decke hin mit Wasser gefüllt, wobei einige Fahrzeuge nicht mehr in Sicherheit gebracht werden konnten und Totalschäden erlitten. Heizanlagen samt gelagertem Heizmaterial wurden vernichtet - Öllagerräume mussten gesichert werden. Gemeinde- und Privatstraßen in Niederberg und Oberberg wurden durch Murenabgänge verschüttet. Brücken waren unpassierbar und mussten gesperrt werden.

Die mittlerweile 11 alarmierten Feuerwehren standen in Hitzendorf mit bis zu 140 Mann im Großeinsatz. Anfangs waren sie damit beschäftigt, vermurte Straßen und Wasserdurchläufe freizubekommen, dabei wurden sie auch von der Straßenmeisterei Voitsberg unterstützt. Die Firma Kopp aus Hitzendorf stellte sofort Lkw und Bagger für diese Aufräumarbeiten zur Verfügung (gelenkt von einem Feuerwehrmann aus Hitzendorf). Dann wurden sukzessive die voll gelaufenen Keller ausgepumpt und vom Schlamm befreit. Anschließend unterstützten die Feuerwehren die betroffenen Bewohner bei den Aufräumarbeiten.

Einsatzleiter HBI Alois Reicht (FF Hitzendorf) hatte um 21.00 Uhr mit Bürgermeister Ing. Franz Höfer und Abschnittsfeuerwehrkommandant ABI Ludwig Mitteregger eine Lagebesprechung. Bis zu diesem Zeitpunkt waren in der Marktgemeinde Hitzendorf 35 Auspumparbeiten abgearbeitet, 25 im Laufen und noch weitere 15 diesbezügliche Einsätze offen, wobei hier der Schwerpunkt auf den Bereich Mantscha Gemeinde Attendorf gesetzt wurde, da dieses Einsatzgebiet bis 20.45 Uhr auf Grund der hohen Wassermassen nicht erreichbar war.

Der im Feuerwehrhaus eingerichtete Stabsdienst mit Meldestelle verzeichnete insgesamt 87 Alarmmeldungen. Zur Bewältigung der Einsatzaufträge setzte man oft gleichzeitig 25 Pumpen mit insgesamt 115 Einsatzkräften ein. Im Einsatzraum Hitzendorf wurden knapp 1.000 Meter Schlauch für die Auspumparbeiten verlegt. Ebenfalls im Feuerwehrhaus Hitzendorf hatte man eine Verletztensammelstelle mit sieben Liegemöglichkeiten eingerichtet, wobei diese Stelle von drei Feuerwehrsanitätern betreut wurde. Des Weiteren stellte der Arbeiter Samariter Bund zwei Rettungswagen für den Akutfall zur Verfügung. Zum Glück gab es keine Verletzten!

Die Nachbarfeuerwehren haben ihre Hilfeleistung um ca. 2.30 Uhr Früh beendet, wobei die FF Hitzendorf bis in die frühen Morgenstunden zu arbeiten hatte. Seit 7 Uhr Früh führt die FF Hitzendorf mit Unterstützung der FF Berndorf weitere Aufräumungs- und Pumparbeiten durch. Mittlerweile steht man bei 110 Einsatzadressen. Im Rüsthaus werden unter der Rufnummer (03137) 4962 die Einsätze koordiniert. Die Bevölkerung wird gebeten, sich im Bedarfsfall unter obiger Nummer zu melden. Die Gemeinde stellt für die Aufräumarbeiten Container zur Verfügung. Ein allgemeiner Container wurde beim Abfallsammelzentrum aufgestellt und ist frei zugängig.

 
Was müssen Sie tun, wenn Sie an Ihrem Eigentum Unwetterschäden erlitten haben?

An Ihrem Eigentum aufgetretene Unwetterschäden über € 400,- melden Sie bitte im Marktgemeindeamt und lassen sich dort einen oder mehrere Privatschadensausweise ausstellen (je nach aufgetretener Schadensart, siehe Erklärung der Codes am Privatschadenausweis).

Bitte beachten Sie für die Meldung im Marktgemeindeamt folgende einzuhaltende Fristen:

  • Schäden an Gebäuden und baulichen Anlagen samt Inventar müssen innerhalb von 2 Monaten ab Eintritt des Schadens gemeldet werden.

  • Schäden an Flur (landwirtschaftlich genutzten Flächen), Ernte und Vieh, Schäden durch Hangtiefenrutschungen, Schäden an privaten Straßen bzw. Wegen und Brücken (Hofzufahrten, Güterwege und Forststraßen) sowie Waldschäden bzw. Waldbodenverluste müssen innerhalb von 6 Monaten ab Eintritt des Schadens gemeldet werden.


Merkblatt "Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser" »

Merkblatt "Auto und Hochwasser" »

Merkblatt "Vorbereitung auf Hochwasser" »

 
Erste Bilder von den Überschwemmungen und den Aufräumarbeiten
Bilder teilweise hochauflösend, daher teilweise lange Ladezeiten (Größen siehe Angabe).
Wir bedanken uns bei Heinz Hauser und Peter Kirchengast für die zur Verfügungstellung der Fotos.
 
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Link:

http://hitzendorf.gv.at/cms/beitrag/10006045/7764/