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Geschichte der Marktgemeinde

Hitzendorf anno 1969 
Hitzendorf anno 1969Hitzendorf anno 1969
 

Das klimatisch günstig liegende Gebiet war schon sehr früh besiedelt, die erste urkundliche Nennung von Hitzendorf ist aus dem Jahr 1163 belegt, Berndorf wurde bereits 1136 erstmals in einer Urkunde erwähnt.

Bis um die Mitte des 19. Jahrhunderts war die bäuerliche Bevölkerung verschiedenen Grundherrschaften untertan. So besaßen im Raum Hitzendorf um die Mitte des 18. Jahrhunderts unter anderen das Stift Rein, die Herrschaft Eggenberg oder das Stift Stainz große Besitzungen mit hunderten Untertanen. Durch die Grundentlastung in den Jahren nach 1850 wurde das Land an die bäuerliche Bevölkerung aufgeteilt. Damit endeten die Befugnisse der Grundherrschaften, die von staatlichen Behörden übernommen wurden. Hitzendorf wurde verwaltungsmäßig dem in dieser Zeit geschaffenen Bezirk Graz-Umgebung einverleibt.

Ab 1850 war Hitzendorf eine Gemeinde im heutigen Sinn, die von einem „Gemeindevorsteher“, der sich ab 1918 „Bürgermeister“ nannte, und mehreren Gemeinderäten geleitet wurde. 1938 wurde der seit 1919 amtierende Bürgermeister Anton Probst seines Amtes enthoben, übte dieses Amt jedoch von 1946 bis 1955 neuerlich aus. Im Jahr 1952 wurde die im Nordwesten angrenzende Gemeinde Reiteregg als nicht lebensfähig aufgelöst und ein Teil des Gebietes an Hitzendorf angeschlossen.

Bereits im Jahr 1964 wurde der Gemeinde ein Gemeindewappen verliehen. Auf einem goldenen Schild stehen auf einem grünen, mit einer silbernen Lilie belegten Dreiberg drei grüne Fichten, die auf den Namen der Pfarrkirche „Maria zu den drei Feichten“ hinweisen.

Im Jahr 1967 wurde Hitzendorf, das sich im wirtschaftlichen aber vor allem schulischen Bereich zum Hauptort im mittleren Liebochtal entwickelt hatte, zum Markt erhoben. Seither ist die Bevölkerungszahl kontinuierlich im Ansteigen, da durch die leichte Erreichbarkeit von Graz der Raum Hitzendorf zu einer begehrten Wohngegend für die Stadtbevölkerung geworden ist.

Hitzendorf hatte bis vor wenigen Jahrzehnten eine vorwiegend landwirtschaftlich dominierte Wirtschaftsstruktur. Das hier gedeihende Obst wurde in der nahen Landeshauptstadt abgesetzt, wobei besonders die Kirschen aus Hitzendorf bekannt und begehrt waren.

Die ehemals vorwiegend bäuerlich geprägte Sozialstruktur hat sich in den letzten Jahrzehnten grundlegend geändert. Heute ist nur noch ein geringer Prozentsatz der Bewohner in der Landwirtschaft tätig, die meisten sind Pendler, die in der Stadt Graz Arbeit finden.

Im Rahmen des Marktfestes 2013 wurde das Jubiläum „850 Jahre Hitzendorf“ mit einem Mittelalter-Fest feierlich begangen.

Seit 1. Jänner 2015 ist Hitzendorf mit den beiden Nachbargemeinden Attendorf und Rohrbach-Steinberg fusioniert. Mit mehr als 6.800 Einwohnern ist das neue Hitzendorf die viertgrößte Gemeinde in Graz-Umgebung. 

 
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http://hitzendorf.gv.at/cms/beitrag/10000055/4887/